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EU will Handy-Nutzung im Ausland billiger machen

12.07.2011

Geht es nach EU-Telekommunikationskommissarin Neelie Kroes werden beim Handysurfen ab Sommer 2012 maximal 90 Cent je Megabyte Daten gezahlt, ab 2014 höchstens 50 Cent, so berichtet die Wirtschaftszeitung „Financial Times“.

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Derzeit zahlten Mobilfunk-Kunden im Schnitt 2,50 Euro je Megabyte, wenn sie mit dem Handy im EU-Ausland mobil ins Internet gehen. Telefonate im EU-Ausland sollen dann ab 2014 maximal 24 Cent pro Minute kosten. Derzeit bezahlen die Kunden höchstens 39 Cent je Minute, so meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Kosten für SMS sollen dann von 11 auf höchstens 10 Cent pro Nachricht abgesenkt werden. Die Mobilfunker müssen bald die Handy Angebote anpassen: Für Handy-Gespräche im europäischen Ausland wurde bereits eine Verordnung zur Senkung der Tarifpreise gestellt.

Bis 2020 sollen alle EU-Bürger Internetanschlüsse mit 30 Mbit/s

Kroes fordert auch einen schnelleren Ausbau von Breitband-Internet, damit Europa nicht den Anschluss an die Wirtschaftsmächte, wie zum Beispiel einige Länder in Asien, verliere. Kroes vergleicht die Anschlüsse per Glasfaser in Deutschland mit jenen in Südkorea. Während bei uns ein Prozent via Glasfaser surft, sind es in Südkorea bereits 15 Prozent. Auch will Kroes den Bereich Innovation verbessern, um nicht auf Handys und Computer aus Fernost oder Software aus den USA angewiesen zu sein. Die Vision der Kommissarin ist, dass bis 2020 alle EU-Bürger über Internetanschlüsse mit 30 Mbit/s verfügen. Von den gesamten Kosten von rund 270 Milliarden Euro für den Ausbau solle laut Kroes der Großteil von Privatunternehmen aufgebracht werden, aber auch die EU wird in den Breitband-Ausbau investieren.

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